Teaser

Logline

Die beiden in die Gesellschaft integrierten Freunde Benny und Marko täuschen für eine TV-Doku-Serie vor, arbeitslose Kleinkriminelle mit Migrationshintergrund zu sein, bis sich das Blatt wendet und die von ihnen erfundene Wirklichkeit sie einholt.

Synopsis

Marko und Benny, zwei Wiener mit sogenanntem „Migrationshintergrund“, sind vollständig integriert. So sehr, dass sie kaum noch als fremd wahrgenommen werden – wären da nicht Bennys schwarze Haare. Als die beiden aufgrund ihres Aussehens am Rudolfsgrund, einem ethnisch durchmischten Vorstadtviertel, von der ambitionierten TV-Redakteurin Marlene Weizenhuber, die nach Protagonisten für ihre TV-Dokuserie sucht, angesprochen werden, geben sie sich als kleinkriminelle und abgebrühte Migranten aus, die es faustdick hinter den Ohren haben.

Damit ihre Lüge nicht auffliegt, bauen sie sich eine zweite Identität, die aus Klischees und Vorurteilen besteht. Und während die beiden durch die Erfüllung dieser Erwartungen und Vorurteile die Serie zum Erfolg machen, setzen sie sich gleichzeitig zum ersten Mal mit den echten Integrationsschicksalen auseinander – auch mit ihren eigenen… eine politisch unkorrekte Komödie über moderne Klischees, falsche Identitäten und „echte“ Ausländer – falls es die überhaupt gibt!

Crew

Regie Arman T. Riahi
Drehbuch Arman T. Riahi
Aleksandar Petrović
Faris Rahoma
Kamera Mario Minichmayr
Ton Atanas Tcholakov
Schnitt Cordula Werner
Arman T. Riahi
Musik Karwan Marouf
Szenenbild/Ausstattung Martin Reiter
Kostümbild Monika Buttinger
Maske Birgit Beranek
Casting Eva Roth
Tongestaltung Nils Kirchhoff
Mischung Bernhard Maisch
Produktionsleitung Christine Schwarzinger
Produzenten Arash T. Riahi & Karin C. Berger

Cast

Faris Rahoma als Benny / Omar

Benny, der Wiener Richter-Sohn mit ägyptischen Wurzeln, will als Schauspieler ganz groß rauskommen. Aber große Kunst braucht Drama. Und das einzige Drama in Bennys wohlbehütetem Leben ist, dass er nie die Rolle des Österreichers angeboten bekommt, sondern immer nur die des ausländischen Taxifahrers. Und damit kann sich Benny, der noch immer bei seiner Mama, der pensionierten Richterin mit Hang zu S/M wohnt, nicht identifizieren. Aber das alles ändert sich, als eine TV-Journalistin ihn für einen Ausländer hält und für eine Doku-Serie zum Protagonisten machen will. Für die Rolle seines Lebens kann Benny, ist er überzeugt, ein authentischer „Tschusch“ werden.


Aleksandar Petrović als Marko / Tito

An einen „Jugo“ denkt man nicht, wenn man Marko sieht. Der Wiener Hipster hat seine eigene Werbe-Firma und Vaterfreuden stehen ins Haus. Doch der Inkasso-Verwalter vor der Tür lässt die Fassade bröckeln und Marko ist mit seiner Angst konfrontiert, wieder da zu landen, wo er sich herausgearbeitet hat – dem Gemeindebau. Da will er auf keinen Fall wieder hin. Es fällt ihm ja schon schwer seinen pflegebedürftigen Vater dort zu besuchen. Aber aus der Not heraus, macht man halt auch Dinge, die man eigentlich nicht will. Für Marko bedeutet das, sich fürs Fernsehen in den kleinkriminellen Tito zu verwandeln. Und in der Rolle macht er sich doch irgendwie überraschend gut.


Doris Schretzmayer als Marlene Weizenhuber

Die ambitionierte TV-Journalistin weiß was sie will und haut sich für ihren Job ins Zeug. In jeder Story sieht sie die Chance die Karriereleiter ein bisschen weiter hinaufzusteigen und sie weiß jede noch so kleine Information gekonnt in Szene zu setzen. Die Entdeckung, dass Benny und Marko ihr nur was vorspielen, könnte theoretisch ihre Glaubwürdigkeit und Professionalität und somit ihre gesamte Karriere gefährden. Doch als Profi lässt sie sich auch dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Stattdessen springt sie auf das Lügenkonstrukt von Benny und Marko auf und profitiert davon. Denn Lügen lassen sich ohnehin leichter verkaufen als die Wahrheit.


Mehmet Ali Salman als Juwel

Juwel ist in Wien geboren, im Herzen Türke, aber er sieht die ganze Welt als sein zuhause. Juwel ist einer, vor dem man sich in Acht nehmen muss, wenn er mit seinen Jungs Mo und Kay durch die Straßen zieht. Doch sein Herz ist am rechten Fleck. Und vor allem benutzt Juwel seinen Kopf. Er weiß um seine Verantwortung im Leben, hat aus seinen jugendlichen Fehltritten gelernt und geht einer ehrlichen Arbeit nach, um seine kleine Familie über Wasser zu halten. Schlitzohr wie er ist kann er es sich jedoch nicht verkneifen, Benny und Marko ein wenig zu verarschen, als diese ihn bitten sie als „Ausländer“ zu coachen. Leider holt ihn dieser kleine Spaß sehr schnell wieder ein…


Daniela Zacherl als Sophie / Jessica

Sophie ist Markos Freundin und damit beschäftigt, ihr Zuhause für den bevorstehenden Nachwuchs vorzubereiten. Sie weiß nichts von Markos Pleiteproblem, da Marko ihr alles verschweigt. Doch es zeigt sich schnell, dass Sophie angesichts des drohenden Zusammenbruchs ihrer Familie nicht aus Zucker ist. Auch wenn sie die Scharade von Marko und Benny nicht gutheißt, hat sie kein Problem damit, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und aus dieser Situation für sich und Marko finanziellen Profit herauszuschlagen.


Zijah A. Sokolovic als Herr Bilic

Herr Bilic ist Markos Vater und ein Pflegefall. Es schmerzt Bilic zu sehen, dass sein Sohn sich für ihn und seine Herkunft schämt. Er und Marko haben sich seit Markos Jugend stark entfremdet. Seinen Unmut darüber bekommen die Pflegerinnen zu spüren, die Bilic alle gekonnt vertreibt. Marko hingegen sieht nicht ein, warum Herr Bilic nicht in ein Altersheim will und stattdessen in seiner Messi-Wohnung bleiben möchte. Erst als Marko vor seinen finanziellen Problemen nicht mehr weglaufen kann, hat Bilic die Chance seinem Sohn zu helfen und ihm seine Sicht des Lebens endlich verständlich zu machen.


Regie

Regiestatement

Die Migrantigen. Dieser Begriff ist ein Schmäh, um es auf Wienerisch zu sagen. Benny und Marko, die beiden Protagonisten unserer Geschichte, sind eigentlich keine Migranten. Manchmal sind sie grantig, okay. Aber Migranten?

Im Gegensatz zu ihren Eltern sind sie beide in Österreich geboren, sind Wiener durch und durch – wenn da nicht die schwarzen Haare von Benny wären. Benny, der Schauspieler, der nicht schauspielert, weil er sich weigert die Ausländerrollen zu übernehmen, die Omars und Kemals und Ahmads. Und Marko, der Camouflage-Jugo, der alles dafür tut um nicht wieder dort zu landen, wo er herkommt – im Gemeindebau.

Dass ausgerechnet sie, zwei eigentlich „Integrierte“, sich für das Fernsehen als nicht gesellschaftsfähig, kleinkriminell und gefährlich ausgeben, dass die Verkörperung der Klischees und Vorurteile durch die zweite Generation der Migranten selbst passiert, soll die Zuschauer nicht nur unterhalten, sondern ihnen auch die Angst nehmen – die Angst davor, Vorurteile zu haben, in Klischees zu denken, zu schubladisieren. Denn ja, der Türke wird manchmal aggressiv, der Jugo liebt die Jogginghosen und der Österreicher meckert gerne – manchmal. Wenn wir aber nur diese eine Seite der Geschichte zeigen, wird sie irgendwann zur ganzen Wahrheit. Und dann wird’s brenzlig.

Regie & Drehbuch Arman T. Riahi

Filmographie

2016 KINDERS, Dokumentarfilm, 95min
2014 EVERYDAY REBELLION, Dokumentarfilm, 52/110min
2012/2013 AFRICA RACE, 5x52min, Docu-TV-Serie, Terra Mater/Servus TV
2011 SCHWARZKOPF, Dokumentarfilm, 90min
2008-2012 MOMENTUM – WHAT DRIVES YOU, Docu-TV-Serie, 7x25min
2005 ELEKTRONIKSCHROTT, Kurzfilm, 11min

Arman T. Riahi wurde 1981 im Iran geboren und ist in Wien aufgewachsen, wo er bereits als Schüler seine ersten Kurzfilme gemacht hat. Er studierte Medientechnik und hat als Grafik- und Screendesigner in London und Wien gearbeitet. 2005 gestaltete Riahi seine ersten Fernsehsendungen als Regisseur für die Donnerstag Nacht im ORF, die berühmt-berüchtigte „Sendung ohne Namen“ sowie das Kulturmagazin „Sunshine Airlines“. Sein Kurzfilm „Elektronikschrott“ gewann den Österreich weiten Kurzfilmpreis „Shorts on Screen 05“ des ORF. 2006 war Riahi Teilnehmer des Berlinale Talent Campus in der Kategorie Regie/Buch. Seit 2005 arbeitet Riahi als freier Regisseur und Autor für verschiedene Wiener Filmproduktionen. Er zeichnet u.a. für die von 2008-2012 produzierte Dokumentarfilmreihe „Momentum – What drives you“, für Red Bull Media House, sowie die 5-teilige TV-Doku „Africa Race“ (2013) für Servus TV verantwortlich. „Schwarzkopf“, Riahis erster Kinodokumentarfilm, lief 2011 in den österreichischen Kinos, gewann den Publikumspreis der Diagonale 2011, sowie den Special Jury Mention Award beim Beirut International Film Festival und feierte seine internationale Premiere als Eröffnungsfilm des Dokumentarfilmwettbewerbes des 17. Sarajevo Film Festival.

2013 produzierte Riahi seine erste Hauptabendsendung, die Doku-Serie „Africa Race“ für Servus TV. Riahis erster gemeinsamer Kinodokumentarfilm mit seinem Bruder Arash, das Cross-Media-Projekt „Everyday Rebellion“, nahm an über 60 internationalen Festivals und Veranstaltungen teil und gewann bisher 9 Preise, u.a. den CIVIS Medienpreis sowie den Publikumspreis des CPH:DOX Copenhagen International Film Festival. 2013 war Riahi mit seinem Spielfilmdrehbuch „Der Lehrer“ einer der 5 START-Stipendiaten für Filmkunst des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst & Kultur. Der zweite gemeinsame Dokumentarfilm der Riahi Brothers, „Kinders“, kam im November 2016 in die Kinos, der erste gemeinsame Spielfilm, „Herr Duschek aus dem Gemeindebau“ ist in Vorbereitung. Die Komödie „Die Migrantigen“ ist der erste Spielfilm von Arman T. Riahi, der 2017 in die Kinos kommen wird.

Info

Technische Daten

Genre Komödie
Länge 98 min
Herstellungsland Österreich
Produktionsjahr 2017
Originalsprache Deutsch (Dialekt)
Untertitel Englisch
Vorführformat DCP
Leinwandformat 1:2,39, CINEMASCOPE
Bilder/Sek. 24
Farbe Farbe
Tonformat Dolby Digital 5.1
Drehorte Österreich (Wien)

Festivals

38. Filmfestival Max Ophüls Preis 2017
23. – 29. Januar 2017, Saarbrücken, Deutschland
http://www.max-ophuels-preis.de
WELTPREMIERE
8. Kirchliches Filmfestival Recklinghausen
15. – 19. März 2017, Recklinghausen, Deutschland
http://www.kirchliches-filmfestival.de
Diagonale, Festival des österreichischen Films
28. März – 02. April 2017, Graz, Österreich
http://www.diagonale.at
18. Festival del Cinema Europeo
03. – 08. April 2017, Lecce, Italien
http://www.festivaldelcinemaeuropeo.com/2017/
Nashville Film Festival
20. – 29. April 2017, Nashville, USA
https://nashvillefilmfestival.org/

 

Preise

Publikumspreis
Filmfestival Max Ophüls Preis
Bestes Kostümbild
DIAGONALE, Festival des österreichischen Films

Kontakt

Produktionsfirma

GOLDEN GIRLS
Filmproduktion & Filmservices GmbH
Seidengasse 15/3/20
1070 Wien | Österreich

T: +43 1 810 56 36
F: +43 1 810 59 49
E: office@goldengirls.at
www.goldengirls.at
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